Thüringer Waldziege
Die Entstehung der Thüringer Waldziege
Am Anfang war die Toggenburger Ziege mit Ursprung in der Schweiz. Die Ziegenrasse wurde um die Jahrhundertwende mit einheimischen Thüringer Ziegenrassen gekreuzt und bis in die 1930er Jahre zu einer einheitlichen Ziegenrasse weiterentwickelt.
Nach der Umbenennung von Thüringer Toggenburger in den heutigen Namen Thüringer Waldziege 1936, existierten 60.000 Tiere dieser Rasse. Es folgte ein rapider Rückgang der Population und so kam es, dass die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) das Jahr 1993 zum Jahr der Thüringer Waldziege machte.
Der Bestand ist auch heute noch stark gefährdet und seit 1988 werden auch wieder Toggenburger Ziegen eingekreuzt.
Besonderheiten der Thüringer Waldziege
Rein äußerlich fällt die Thüringer Waldziege nicht besonders auf. Die Rasse ist mittelgroß, anspruchslos und robust – die Färbung in aller Regel zwischen hell- und dunkelbraun. Der Aalstrich, der sonst vielen Ziegen gemeinsam ist, entfällt bei der Thüringer Waldziege, das „Gesicht“ weist zahlreiche weiße Stellen auf.
Das Entscheidende ist aber die Widerstandsfähigkeit der Thüringer Waldziege, weswegen die Rasse mehr und mehr zur Landschaftspflege eingesetzt wird. Selbst die kalten und nassen Winter im Thüringer Wald scheinen spurlos an den Tieren vorbei zu gehen.
Die Verwertung der Thüringer Waldziege
Sieht man von unsere ständigen Pferdebegleiterin „Heidi“ ab, so kümmern wir uns natürlich auch um die Verwertung unserer Thüringer Waldziegen. Die Ziegen geben überdurchschnittlich viel Milch (rund 700 bis 1.000 Kilogramm) mit einem Fettgehalt zwischen 3,5 und 3,9 Prozent.
Aus der Milch können dann exzellenter Ziegenkäse aber auch andere Molkereiprodukte entstehen. Daneben sind auch das Fleisch und die Häute der Thüringer Waldziege geschätzt und zeichnen sich durch eine exzellente Qualität aus.
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