Ouessantschafe

Ouessantschafe – die kleinste Schafrasse der Welt

Unsere Ouessantschafe machen dem „Hof der kleinen Tiere“ alle Ehre, denn schließlich handelt es sich um die kleinste Schafrasse der Welt. Wie der Name es schon andeutet, kommt das Ouessantschaf aus Frankreich, genauer gesagt von der Ile d´Quessant vor der bretonischen Westküste.

Die Insellage und das rauhe Klima sorgten dafür, dass sich die Rasse als sehr widerstandsfähig entwickelte doch wurden seit Beginn des 20. Jahrhunderts mehr und mehr größere Rassen eingeführt. Fast wäre das kleine Ouessantschaf ausgestorben, doch fanden sich einige Züchter, die die Tiere als Jagdwild auch auf dem Festland anboten. So paradox es klingen mag, aber die Jagd war die Rettung dieser Rasse, die lange Zeit nur auf Schlössern und Landgütern zu Hause war.

Zur Charakteristik des Ouessantschafs

Dass das Ouessantschaf vor allem durch seine geringe Größe gekennzeichnet ist, wurde bereits erwähnt. Entsprechend niedrig ist der Futterbedarf und so reicht eine kleine Grünfläche, um die Schafe zu ernähren.

Nach einer kurzen Brunft von Oktober bis Januar folgen meist problemlose Geburten von einem Lamm. Die Muttereigenschaften des Ouessantschafs sind ausgezeichnet und aufgrund ihrer Verträglichkeit können auch die Böcke problemlos bei der Herde bleiben.

Ein ausgewachsener Bock bringt immerhin runde 20 Kilogramm auf die Waage und hat schneckenförmig gebogene Hörner. Die weiblichen Tiere sind mit 15 Kilogramm ein wenig leichter und bekommen nur selten kleine Hornstümpfe.

Ouessantschaft zur Rasenpflege

Die bretonischen Fischer hielten die Ouessantschafe in erster Linie zur Wollgewinnung. Bei uns ersetzen die kleinen „Wollknäuel“ den Rasenmäher und werden zur Rasenpflege eingesetzt.

Der Aufwand ist dabei gering und Krankheiten treten nur selten auf. Ab 300 Quadratmetern Weide ist das Ouessantschaf meist ausreichend versorgt, vorausgesetzt, es erhält täglich frisches Wasser und einen Mineralleckstein. Letzterer sollte allerdings kein Kupfer enthalten also nicht dem handelsüblichen Produkt für Rinder sondern eher dem für Pferde entsprechen.

Im Winter ernähren sich Ouessantschafe von Heu und einem Gemisch aus Hafer und Rübenschnitzeln, Kraftfutter braucht nur gelegentlich gefüttert werden. Wird darauf geachtet, dass der Unterstand nach drei Seiten geschlossen ist, so ist es sogar möglich, das Ouessantschaf auch während der Wintermonate auf der Weide zu lassen.




 
  Letzte Änderungen:
22.11.2018 - 04:55 Uhr